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28.06.2021

Das Problem mit der Gerechtigkeit

Kommentar zum VHS-Tarifstreit

 „Wir fordern Gerechtigkeit, Vergleichbarkeit und die Angleichung der Gehälter“ bei der VHS-Lüneburg, zitiert die LZ (22.07.21) den Verdi-Verhandlungsführer Frank Ahlers. Als langjähriges Gewerkschaftsmitglied erlaube ich mir diese wohlklingende Forderung zu kommentieren.

Vorab ist festzustellen, dass das klassische VHS-Angebot der Erwachsenenbildung  seit Jahren stark rückläufig ist, da die potentiellen Kunden verstärkt alternative Angebote von Vereinen und privaten Bildungsträgern nutzen. Die Verluste im klassischen VHS-Bereich werden seit 2015 (Flüchtlingswelle) insbes. durch zeitlich begrenzte Integrations- und Sprachkurse sowie kommunale Zuschüsse ausgeglichen.  Die Corona-Einschränkungen (2020/21) verursachten zusätzliche Verluste in Millionenhöhe. Ohne entsprechend erhöhte Zuschüsse von Kreis und Hansestadt wäre die VHS bereits zahlungsunfähig, wie viele Unternehmen und private Bildungsträger. In dieser Krise müssen Millionen Arbeitnehmer dramatische Einkommensverluste, durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit, hinnehmen. Im gleichen Zeitraum wurde bei der VHS das Kurzarbeitergeld aufgestockt und es gab Lohnerhöhungen, was ich ausdrücklich begrüße.   

Wenn der Gewerkschafter Ahlers zusätzlich „440.000 € jährlich“ für die rund 50 Mitarbeiter mit weiteren Streiks durchboxen will, ist das mindestens bedenklich. Die VHS-Geschäftsleitung berechnete seine Gesamtforderung sogar auf Mehrkosten „von 800.000 € pro Jahr“. Unterstellen wir, dass die Wahrheit in der Mitte liegt, dann würde das jährliche Mehrkosten von über € 12.000 pro Mitarbeiter bedeuten.  

Ich möchte betonen, dass ich für jeden Arbeitsplatz kämpfe. Für den langfristigen Erhalt der VHS muss die begonnene konzeptionelle und strukturelle Anpassung schnell erfolgen, um die Abwanderung zu Wettbewerbern (vgl. oben) zu stoppen. Aus fairen Stellenbewertungen ist erkennbar ob die geforderten Mehrkosten (ca. € 12.000 pro Mitarbeiter) gerechtfertigt sind. Dann ist auch mit einer breiten Akzeptanz zu rechnen.

Ungeachtet einer langfristigen Konzeption zum Erhalt der Arbeitsplätze und der entsprechenden Stellenbeschreibungen soll die Maximalforderung weiter erstreikt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die kompromisslose Maximalforderung von unbeteiligten Arbeitnehmern als „gerecht“ empfunden wird. Selbst im Wahlkampf sollten keine unbedachten Versprechen gemacht werden, die andere Arbeitnehmer und Steuerzahler nicht verstehen aber teuer bezahlen müssen.      

 

Berni Wiemann

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